Sonntag, 25. März 2018

Kamptal-Klassik-Trophy 2018, UCI C1

Die Saison ist in vollem Gange! Wie fast jedes Jahr startete ich in Langenlois in das neue MTB-Jahr. Da es sich um ein hochkarätiges UCI C1 Rennen handelte, wurden auch wichtige Weltranglistenpunkte vergeben. Ebenso waren auch viele starke Athleten aus ganz Europa angereist, insgesamt waren wir 45 Starter bei den Junioren.

Die bekannte, harte Strecke mit sehr vielen Höhenmeter (das Juniorenrennen hat über 1000) erwies sich auch heuer nicht als leicht. Die Anstiege forderten jedem alles ab.

Nach dem Start aus der ersten Reihe hielten der ungarische Meister, Erik Fetter und ich das Tempo sehr hoch und konnten uns schon sehr früh einen Vorsprung von ca 20 Sekunden herausfahren.

Nach einer weiteren, ziemlich flotten ersten Runde hatte sich unsere Lücke auf die Verfolger verdoppelt und wir haben einen komfortablen Zeit-Polster gehabt. Ende der zweiten Runde, nach ca. 45min musste ich aber auch das Tempo ein bisschen herausnehmen, um noch gut ins Ziel zu kommen. So war der Führende auf und davon und ich schaute nur, dass sich mein Vorsprung von einer halben Minute auf den Dritten nicht in Luft auflöste.

Dafür musste ich aber eh auch weiterhin vollgas geben, aber nach 1:19h, 26km und 1050hm überquerte ich erschöpft aber glücklich als Zweiter die Ziellinie und darf mich so über ein Top-Ergebnis beim Saisonauftakt freuen!

Am Ostermontag gehts schon voller Motivation und Selbstvertrauen mit dem nächsten Rennen in Slowenien weiter!

Vielen Dank auch an alle extra angereisten Fans! Es war eine super Stimmung!

Mittwoch, 10. Januar 2018

Wahl zu St. Pöltens Sportler des Jahres 2017

Ich freue mich, für die Wahl zu St. Pöltens Sportler des Jahres 2017 nominiert zu sein.

meinbezirk.at wählte 5 Athleten des jeweiligen Bezirkes aus, dieses Mal bin auch ich dabei.

Wer zum Schluss der 4-wöchigen Wahl Sportler des Jahres wird entscheidet ihr: Ihr könnt 1 Mal täglich eine Stimme abgeben - ich würde mich freuen wenn diese mir gelten würde ;)

Teilnahme unter folgendem Link: Wahl zu St. Pöltens Sportler des Jahres 2017

Danke!

Sonntag, 7. Januar 2018

ÖM-CX 2018

Die heurige Cyclocross-ÖM fand auf einer meisterschaftswürdigen Strecke in St. Pölten statt.
Nach dem Start bei der Seedose (Viehofner See) ging es auf beiden Seiten der Traisen ordentlich zur Sache. Der rutschige Untergrund, Schrägfahrten und sehr steile Anstiege verlangten von uns Athleten sowohl konditionell als auch technisch alles ab. 

Da es bei den Junioren leider zu keiner Meisterschaft gekommen ist, da ich der einzige (!!!) gemeldete Starter war, und es für eine ÖM mindestens vier Starter braucht, fragte ich beim ÖRV wegen einer Sondergenehmigung an, um in der U23 starten zu dürfen.

Mein Antrag wurde genehmigt und so startete ich am Sonntag dem 7.1. um 12:45 aus der letzten Reihe. Ich konnte sofort einige Positionen gut machen und fand mich um Rang 6 im Feld der österreichischen Elite wieder. Nachdem mich dann der eine oder andere Fahrer in der Anfangsphase noch überholt hatte, matchten wir uns die restlichen 40min um Rang 8.

Vor allem die Duelle mit Moran Vermeulen (U23), Fabian Costa (Elite) und Manfred Zöger (Elite) prägten mein Rennen. 

Es war vom ersten bis zum letzten Meter vollgas, da wäre keine Sekunde mehr drinn gewesen.. ;)

In der 5. und 6. Runde schenkten wir uns dann gar nichts mehr. Vermeulen und ich machten uns gegenseitig das Leben schwer, indem wir um den 8. Platz wie wild kämpften. Jeder Fehler des anderen wurde ausgenutzt, aber leider war ich zum Schluss knapp unterlegen. Ich konnte zwar auf der technischen Strecke immer wieder Zeit gut machen, aber die Trainingsjahre fehlen halt doch noch gegenüber den "richtigen" U23/Elite Fahrern.

Trotzdem darf ich mich dank meiner wahrscheinlich besten Saisonleistung und einer Stunde "All-Out" über Bronze in der U23-ÖM freuen, gesamt wurde ich 9. im knapp 30-Mann-Starterfeld.

Jetzt liegt der Fokus voll auf der MTB Saison. Anfang Februar geht es dann erst einmal nach Gran Canaria und im März dann nach Kroatien auf Trainingslager, bevor es Ende März mit den Wettkämpfen losgeht!


Wienenergie Kraftwerkscross 2017

Zum ersten Mal fand ein CX Rennen rund um das Wienenergie-Kraftwerk nahe der Donauinsel statt.
Es war eine sehr schnelle und aber auch technisch leichte Strecke. Die oft holprige Wiese kostete aber allen Startern viel Kraft. 

Ich konnte mich gleich vom Start weg in der Spitzengruppe positionieren und setzte in der zweiten Runde meine Attacke. Ich konnte meinen Vorsprung bis auf über eine Minute ausbauen und durfte mich über meinen Sieg freuen. 

Die Formkurve steigt auf jeden Fall, die Österreichische Meisterschaft in St. Pölten kann also kommen!

Samstag, 16. Dezember 2017

ÖM Teamsprint, Wiener Bahn-o-rama #3

Eine der unzähligen Disziplinen im Velodrome kürte am Freitag, 15.12. seine neuen Österreichischen Meister.

Der Teamsprint ist ein aus drei Runden bestehender Sprint (logisch...) zu dritt. Es gibt eine vorgelegte Reihenfolge der Rennfahrer, welche nebeneinander und gleichzeitig starten (werden beim Start gehalten).
Fahrer Nr. 1 steht links und übernimmt sofort die Führung. Fahrer Nr. 2 steht in der Mitte und reiht sich in der Schlange als Zweiter ein. Nr. 3 startet rechts und fährt den anderen zwei hinterher. 

Nach jeder Runde schwenkt der jeweils Führende aus und lässt die Verbleibenden weiterfahren - bis nur mehr der Dritte übrig ist und der fährt dann seine dritte und letzte Runde ins Ziel. 
Der Startfahrer (bei uns war das ich) ist also schon nach einer Runde fertig.

Unter allen Erwachsenen mischte sich bei der ÖM auch ein Junioren-Team bestehend aus Valentin Götzinger (Stmk), Christian Rammer (T) und Michael Holland. Drei Bahn-/Straßen- bzw. MTB-Fahrer, die sich schon ewig kennen.

Ich war also Nr. 1, Valentin Nr. 2 und Christian Nr. 3.

Zuerst gab es die Qualifikation, denn nur die vier schnellsten durften dann im Finale um den Titel kämpfen. Diese gelang uns aus verschiedenen Gründen nicht optimal, aber wir konnten knapp die Führung übernehmen. Wir wussten, da ist noch Platz nach oben. 

Quali-Bestzeit bedeutet letzte Startzeit im Finale (wie beim Skifahren). 
Nachdem uns dann eine Zeit von 50,10sec vorgelegt wurde hieß es ALL IN.
Meine Startrunde bei der ich mir mit 19,53sec einen souveränen persönlichen Rekord aufgestellt habe legte ein gutes Fundament für die letzten zwei Runden. 
Die Ablösen gelangen bei allen perfekt und Valentin und Christian knallten zwei TOP-Rundenzeiten hin.

48,94sec

Österreichischer Meister im Teamsprint in der Elite dank der Juniorenpower! Super gemacht Jungs ;)
Offizieller Österreichischer Rekord!

Anschließend gab es noch im Rahmen der Wiener Rennserie "Bahn-o-rama" ein Ausscheidungs- und Punkterennen. 

Bei Ersterem legte ich zwar eine coole Show ein und konnte alleine fast das gesamte Feld überrunden, diese Aktion führte aber dann dazu, dass das Laktat nur so durch meinen Körper strömte und ich bald darauf ausschied - Rang 10. 

Im "kleinen Punkterennen" (für das "große" hätte ich mindestens achter werden müssen) konnte ich dann hinter einem sehr schnellen Mr. Götzinger den zweiten Rang erreichen.

Ein cooler und erfolgreicher Renntag auf der Bahn ging so zu Ende und es stellte sich wieder einmal heraus, dass die Rennen im Holzoval definitiv eines der anstrengensten und intensivsten Momente sind, die der Radsport zu bieten hat!

Darum heißt es jetzt gut regenerieren, denn übermorgen schwingen wir uns wieder auf das Crossbike!

Quer durch's Stadion, Pernitz 2017

Ein Fixpunkt im Österreichischen CX-Kalender: das Rennen Quer durch's Stadion des Pernitzer Veranstalters, der sowohl ein MTB als auch ein Rennradrennen organisiert.

Meistens findet man dort entweder viel Schnee oder viel Gatsch vor, heuer - am 9.12. - war es fast trocken (gefrorener Boden...) aber der starke Wind machte es nicht angenehmer als sonst.

Im 40min Rennen machte ich einen gewohnt schnellen Start und setzte mich leicht ab. Schon bald bekam ich aber Gesellschaft von zwei sehr starken Master-Fahrern, und wir wechselten uns vorne zu dritt ab. Vor allem im Flachen, wo uns der Sturm ziemlich abbremste, musste ich ordentlich hinhalten um nicht abzureißen.

Peter Deppner vom SU Bikestore Wien schaffte es, sich in der vorletzten Runde von uns zu distanzieren, und in der letzten Runde konnte ich die Lücke noch schließen. Am fast schon legendären Anstieg hinter die Zuschauertribünen, welcher heuer in einer S-Kurve zu fahren war, setzte ich mich wieder an die Spitze und konnte knapp gewinnen.

Leider war der Kurs wieder einmal nicht technisch genug, aber so geht es heuer in den nächsten Rennen leider vermutlich weiter. Die Österreichische Meisterschaft in St. Pölten am 6. Jänner wird sich auf jedem Fall in Cross-würdigem Zustand erweisen.

Kommendes Wochenende wird es wieder sehr intensiv: Am Freitag stehen die Österreichischen Teamsprint-Meisterschaften in der Elite auf dem Programm (Bahn) und anschließend gibt es noch zwei Bahn-o-rama Rennen.
Nach einem Tag pause geht es dann am Sonntag mit einem weiteren CX-Rennen in Wien weiter.

1. MitziCross 2017

Das erste Cuprennen auf auf der Donauinsel in Wien am 26.11., wo schon unzählige Crossrennen stattgefunden haben, erwies sich zum Großteil wie erwartet.

Eine sehr flache, und dieses Mal auch technisch (zu) leichte Strecke machte das Rennen noch schwerer als die meisten anderen, da man sich mit technischen Meisterleistungen auf dem Bike oder kraftvollen Antritten nicht wirklich einen Vorsprung herausfahren konnte. Zwei Schrägfahrten und ein extrem Steiler (Lauf)-Anstieg waren die einzigen kniffligen Passagen.

Es galt, im 60min Rennen der Elite, mit knapp 110 Startern, so konstant wie möglich zu fahren und vor allem im Windschatten zu bleiben...

Nach dem Start aus der zweiten Reihe positionierte ich mich anfangs auf Rang 4, bis sich endgültig herausstellte, dass solche Strecken nicht meine Stärke sind. Ich wurde bis auf Rang 13 zurückgereiht, bis ich mich zur Hälfte des Rennens wieder sammeln konnte und wieder ein paar Plätze gut machte.

Nach einer 9. und letzten absoluten All-Out-Runde gegen einen starken Dominik Hager finishte ich mit gemischten Gefühlen auf Rang 9.
Mehr war auf diesem Kurs nicht drinnen, aber der Spruch "Umso leichter die Strecke, desto schwerer ist es zu gewinnen" hat sich auf jeden Fall bestätigt.